Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark

Der Uluṟu-Kata-Tjuta-Nationalpark liegt im Northern Territory Australiens. Das Gebiet ist bei der UNESCO sowohl als Weltnaturerbe als auch als Weltkulturerbe gelistet. Die dort lebenden Aborigines, genannt Anangu, betrachten den Park als ihr heiliges Land. Der Park befindet sich am Stuart und Lasseter Highway. Darwin liegt etwa 1.400 Kilometer in nördlicher Richtung. Touristen erreichen den Park, wenn sie 440 Kilometer von Alice Springs in südwestliche Richtung fahren. Mit dem Auto sind das etwa sechs Stunden.

Namensgebend ist der atemberaubende Inselberg Uluru. Er beeindruckt mit seinem prächtigen Farbenspiel zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und gilt als das bekannteste natürliche Wahrzeichen Australiens. Der andere Bestandteil Kata Tjuta steht für eine Gruppe von 36 Felsen, deren Material mehr als 500 Millionen Jahre alt ist.

Die Temperaturen im Australischen Binnenland erreichen im Sommer bis zu 45 Grad. Trotzdem haben sich dort viele Tier- und Pflanzenarten angesiedelt. Diese wurden teilweise von den Aborigines als Nahrung und Medizin verwendet.

Verhaltensregeln im Park

Besucher müssen sich streng an die Regeln im Park halten. Bei Überschreitung drohen empfindliche Strafen. Wer zum Beispiel einen verbotenen Bereich betritt, kann bis zu 5500 AU Dollar (3600 Euro) Strafe zahlen. Im Prinzip ist es dem Touristen erlaubt sich um den Uluru zu bewegen, mehrere Gipfel zu besteigen und Höhlen zu erforschen. Ein Teil der Straße auf der Sonnenuntergangsseite des Uluru gehört zu den Halteverbotszonen. So ist hier leider keine Besichtigung möglich.

Verboten ist unter anderem:

  • Mitnahme von Bodenmaterial
  • Versammlungen von mehr als 15 Personen
  • Außerhalb bestimmter Wege fahren oder gehen
  • Die Sicherheitshinweise missachten
  • Aufstellen von Flaggen, Zeichen oder Plakaten
  • Unerlaubtes Parken und Anhalten

Trotz dieser Einschränkungen steigt die Besucherzahl des Parks jährlich an, was die Attraktivität dieses Urlaubsziels unterstreicht. 1984 besuchten etwa 100.000 Touristen den Park, im Jahr 2000 waren es bereits 400.000.

Tiere und Pflanzen im Nationalpark

Naturliebhaber sind vor allem von den Tieren des Parks begeistert. Im Park leben mehr als 170 Vogelarten. Bei einem Ausflug im Park können Besucher außerdem Kängurus, Dingos, Wallabys und Emus begegnen.

Bei den Pflanzen kann der Besucher die Anpassung der Lebewesen an die Natur studieren. In dem Gebiet kommen regelmäßig Buschbrände vor. Manche Pflanzen benötigen diese für ihre Fortpflanzung. Die Pflanzen haben eine große Bedeutung für die Aborigines. Bestimmte Bäume dienen zur Herstellung von Bumerangs, Speerköpfen und Gefäße aller Art. Eukalyptusarten und Silbereichen nutzen die Einwohner als Nahrungsquelle.