Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef liegt vor der Ostküste Australiens im dortigen Korallenmeer. Es ist das größte Korallenriff der Erde. Seine Bedeutung unterstreicht die Ernennung zum UNESCO Weltnaturerbe 1981. Es zählt zu den sieben Weltwundern der Natur.

Die Tier- und Pflanzenwelt am Riff

Am Great Barrier Reef gibt es 359 Steinkorallenarten. Diese bilden eines der größten von Tieren geschaffenes Ökosystem der Erde. Unter anderem gibt es dort 80 Arten von Weichkorallen und mehr als 1.500 Fischarten. Außerdem kann der Besucher dort 215 Vogelarten auffinden.

Es gibt auf der Welt insgesamt sieben Arten von Meeresschildkröten. Sechs davon sind im Great Barrier Reef zu finden. Es gibt dort sogar Dugongs (Seekühe), die vom Aussterben bedroht sind.

Das Riff bildet einen Lebensraum für unzählige Arten, ist jedoch leider durch die anhaltende Erderwärmung akut bedroht. Durch die wärmeren Bedingungen kommt es zu einer zunehmenden Versauerung der Ozeane. Dies schädigt das empfindliche Ökosystem im Korallenmeer. Die Anzahl der Korallen ging von 1985 bis 2012 von 28 auf 13,8 Prozent zurück.

Tourismus am Riff

Jedes Jahr besuchen etwa zwei Millionen Touristen das Great Barrier Reef. 2003 haben sie bereits ca. vier Milliarden Australische Dollar ausgegeben. Diese Zahl unterstreicht, wie wichtig der Tourismus am Great Barrier Reef für die Region ist.

Es gibt an der Küste über 800 Unternehmer, die Touren zum Riff anbieten. Diese haben etwa 1.500 Boote, Kleinflugzeuge und Hubschrauber. Der Tourismus konzentriert sich in den Städten Cairns und Airlie Beach.

Das Angebot reicht von Tagesausflügen bis zu mehrtätigen Bootsreisen auf einem Segelboot. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Boote. Manche haben nur kleine Segelboote, andere unternehmen Ausflüge mit großen Katamaranen. Zehn große Anbieter teilen sich 40 Prozent des Geschäfts.

Das optimale Rifferlebnis ist Tauchen oder Schnorcheln. Die besten Gebiete für diese Aktivitäten liegen am Outer Barrier, also am äußersten Gürtel des Riffs. Hier kann man besonders weit sehen. Das Tauchen und Schnorcheln erleichtern Potons, die am Außenriff angebracht wurden. Diese können mit Booten angefahren werden. Einen zusätzlichen Schutz vor Haien bieten Netze, die um das Riff gespannt werden. Wenn du gerne tauchst, unternehme eine Tauchsafari. Dafür gibt es spezielle Safariboote, die von Cairns oder St. Douglas auslaufen.

Wenn du keine Lust hast, dich ins kühle Nass zu begeben, gibt es Glasbodenboote und Halb-U-Boote. Außerdem kannst du eines der unzähligen Unterwasserobservatorien aufsuchen. In denen kannst du die Unterwasserwelt des Riffs in aller Ruhe beobachten.